Ballast

Start: 73 - 60 , 59 , 58 , 57 , 56 , 55 , 54 , 53 , 52 , 51 , 50 , 49 , 48 , 47 , 46 , 45 , 44 , 43 , 42, 41 ,(40) , 39 , 38,37,36, 35 - 1,66 cm

Montag, 23. Juli 2012

Last Post

Ich hab nicht viel Zeit.
Wollte mich nur mal schnell verabschieden.
Gleich gehts los zum Korso und ich muss vorher noch ein paar Sachen erledigen. Keine Sorge, ich bin nicht vollkommen weg, natürlich werde ich weiterhin posten und schreiben. Die erste Woche ist Sperrzeit, aber sobald ich dann herausgefunden hab, wie alles funktioniert bin ich wieder für euch da.
Ich bin aufgeregt wie ein kleines Kind vor Weihnachten und habe schon die ganze Zeit ein flatterndes Gefühl im Magen.
Bevor wir losgehen gehts noch einmal schnell auf die Waage, ansonsten fällt mir alles was ich vergessen habe wohl auf der Fahrt ein ;)

Danke an alle von euch, die mich in den letzten Wochen so lieb begleitet haben, sei es durch Kommentare oder andere Aufmunterungen, für alle die mir Kraft gegeben haben, mir zugesprochen haben, mich aufgebaut und alle die für mich da waren, wenn es mir mal schlecht ging.
Auch für euch kämpfe ich in der Klinik.

So. Ich mach jetzt mal Schluss, lange Abschiede brauch es nicht.
Drückt mir die Daumen und ihr hört von mir!

Eure hanna :*

Sonntag, 22. Juli 2012

Countdown 1


Es geht mir gerade gar nicht gut.
Ich bin missmutig und habe schlechte Laune. Eigentlich keine guten Vorraussetzungen um zu posten, aber ich habe nicht mehr lange Zeit. Morgen ist Abreise. Morgen geht es nach Bad Oyenhausen.
Wenn ich ehrlich bin, dann habe ich unglaubliche Angst, schwanke in meiner Entscheidung.
Jetzt gibt es kein zurück mehr. Überhaupt kein zurück mehr.
Heute und gestern habe ich mit packen verbracht. Ein Chaos sondergleichen.
Was nimmt man denn mit für 12 Wochen? Eine Menge.

Am Ende habe ich einfach nur noch alles reingeschmissen, was mir in die Finger kam. Ich habe Sorge, etwas zu vergessen, auch wenn das natürlich Quatsch ist, irgendwann wird mich meine Familie ja vielleicht besuchen, die mir dann Fehlendes bringen kann, aber trotzdem...
Am Anfang wenn ich ankomme,wird ich erstmal gewogen und untersucht werden. Wenn sicher ist, dass ich körperlich kay bin, bin ich quasi aufgenommen. Danach folgt ein therapeutengespräch. Eine Stunde dauert das angeblich, aber das kommt mir recht lang vor.
Anschließend wird mir und vermutlich auch meiner Mutter (die bringt mich hin), das Hasu gezeigt und mein Zimmer zugewiesen, wo es eine Taschenkontrolle geben wird.
Also ob ich Süßstoffe, spitze Gegenstände, Essen oder andere Verbotene Dinge dabei habe.
Die werden entsetzt sein, von all der Ungeplantheit in meiner Tasche.
Nach der Taschenkontrolle geht es glaube ich auch direkt zum Abschied und für mich zum Mittagessen.
Dort lerne ich meine Mitpatienten kennen. Wir stellen uns alle brav vor und essen zusammen...oder auch nicht, je nachdem...
In der Klinik darf man selbst entscheiden was man essen will und was nicht, die passen nur auf, dass du genug isst um am Leben zu bleiben. Und ich als stark untergewichtige muss Fortimel trinken.
Soweit ich weiß gibt es dann einen normalen Tagesablauf, also mit Therapien in den Gruppen,aber ich bin da insgesamt unsicher, weil ich nur weiß, was ich mir so im Internet zusammenkratze, oder von Butterfly erfahren habe.
Ich bin gespannt wie der Tag tatsächlich wird.

Der zweite Grund für meine schlechte Laune ist, dass ich das Gefühl habe nur noch am Fressen zu sein.
Durchgehend.
Ich habe das Gefühl in den letzten Tagen soviel zugenommen zu haben...ein Grund nicht mehr auf die Waage zu steigen, aber es frustriert mich so unglaublich, dass ich kratzbürstig bin und alle anmecker. Ich bin unausstehlich gerade.
Eigentlich schade, weil heute der Geburtstag meines Bruders ist. Es gibt Yummie Kuchen.
Eine Erdbeertorte, ein Nusskuchen, Eine Käse Sahne Torte und eine QuatreQuart.

Ich würde all diesen Kuchen so gerne ohne schlechtes Gewissen Essen, aber ich spüre jetzt schon wie meine Haut spannt. Wie ich zugenommen habe. Ich Spüre, dass ich mehr geworden bin, aber ich weiß, dass meine Mutter mich zu mindestens einem Stück zwingen wird. Und weil ich dumm bin wird ein weiteres folgen. Schon jetzt lässt mich das beinahe weinen.
Meine Mutter hat Angst, dass ich mein Zielgewicht nicht erreiche, aber ich weiß, dass ich das tun werde. Ich spüre es.

Warum kann nicht alles ein bisschen leichter sein?

So wie damals.

Hanna


52kg

Freitag, 20. Juli 2012

Countdown: 2

Mein Tag verlief Sinuskurvenförmig
Also soweit ich mich damit auskenne, ich fand die Dinger nämlich eigentlich schon immer doof.

Er startete mit einem Tiefpunkt. Morgens. Gewogen hab ich mich nicht. Negative Stimmungen bauen sich bei mir meistens auf derWaage auf und eigentlich will ich die letzten Tage in Frieden und Ruhe verbringen.
So richtig gut hat die Tasse Tee meine Stimmung auch nicht gemacht, wenn ich ehrlich sein soll. Müde, wie so ein Tropf häng ich über einem ungetoasten Toast  und bekam es einfach nicht runter.( Ruhe in Frieden Toaster, geselle dich zum Netbook, aber garantie haut nichtmal meine Mummy nach 21 Jahren noch raus.)
Weg damit. Tschüß 38.

Besser wurde er mit einem Klingeln.
Und einem Brief:
Sehr geehrte Frau K.
wir freuen uns, Ihnen den Aufnahmetermin Ihrer stationären Behandlung in unserem Haus mitteilen zu können. Bitte finden sie sich am 23.07.2012 in der Zeit zwischen 9.00 und spätestens 10.00 in unserer Klinik ein.
...
Es folgten ein paar Regeln, ein paar Floskeln.
Packliste.

Der Brief aus dem Korso und....

was außerdem folgte war der nächste Tiefpunkt mit einer Rechnung: Zum Korso dauerts 2 1/2 Stunden. um spätestens 10...rechne... Das heißt Abfahrt um spätestens 7:00.
och nö.
Das Mittagessen bestand aus einem - Salat.

Schön wurde der Tag wieder mit dem Besuch meines Tantchens und ihrer Familie. Kaffetrinken, Bilder gucken, spazieren gehen uuuund: Kuchen essen.
1 Stück Johannisbeerkuchen.
1 Stück Donauwelle.
Zuerst fiel es mir unglaublich schwer, aber wenn man die Augen schließt und daran denkt, dass das die letzten Tage mit der Familie sind, dass das Fett eigentlich schön für deine Organe ist und dass es morgen wahrscheinlich nichtmal auf der Waage zu sehen ist.
Dann kann man es fast genießen. Also so richtig. Ohne schlechtes Gewissen hinterher. Also fast.

Und doch kommen sie dann irgendwie und man verkriecht sich auf den Schoß des Vaters, weil man spürt, dass der Bauch sich aufbläht und die Haut anfängt zu spannen und man das doch eigentlich nicht wollte.
Nach einer halben Stunde scheucht er dich runter mit den Worten: So, jetzt wirst du mir aber zu schwer...musst mal wieder ein bisschen abnehmen."
Da bin ich gegangen.
Nicht aufs Klo, immerhin, aber ins Zimmer.
Das tat weh.

Irgendwann haben sie mich wieder runtergeholt, zum spazierengehen. Aber ich wollte nicht. Lieber alleine sein. Lieber nicht reden. "musst mal wieder ein bisschen abnehmen." Wie doof kann ein Mensch eigentlich sein?
(Edit: Habs inzwischen mit ihm geklärt. Ändert nichts. Die Worte sind da.)

Sinuskurve hoch. Sowas wird mir den tag nicht versauen. Strafet den Vater mit nichtachtung und Ignorierung. Doofes Wort. Gibs sicher auch nicht.
Ich blieb mit meinem Brüdern und einem Tee zu Hause und wir hörten ein Hörbuh in meinem Bett. Schön.

Abendbrot. Schön. Brot. Mit Frischkäse und Gurke. Und einer Tomate. Ein Quark mit Banane und Beeren. Ein halbes Ei und ein bisschen Salat. Lecker.

Abschied.weniger schmackhaft.

Ein Film.Gemütlich. Ein Keks. Unnötig.

Das war mein Tag. Was denkt ihr, wo er jetzt stehen würde? Links oder rechts?

Hanna 

Zumindest der Johannisbeerkuchen, ich hab irgendwie den Zwang immer Herzchen überall draufmachen zu müssen.
Die Donauwelle war optisch leider nicht so ansprechend, da sie in einer Form klebte. Und aufgegessene Kuchen sehen langweilig aus.


Zusatz: Irgendwer fragte, ob ich Bilder von mir hochladen, wollte ich zuerst machen, aber dann würde keiner mehr diesen Blog lesen wollen, oder ich müsste ihn sperren.
Oder ich müsste mir 3 Milliarden besorgte Kommentare anhören.
Das würde ich auch nicht aushalten, da ich zumindestens einen Leser habe, den ich persönlich kenne und dem ich danach wahrscheinlich nicht mehr in die Augen schauen könnte. (Obwohl ich das wegen mangelnder Körpergröße z.Zt. auch nicht kann.In 30 cm vielleicht.)




Donnerstag, 19. Juli 2012

Countdown: 3

Hallo ihr lieben,
mit diesem Mitternächtlichen Post leite ich mal den Countdown ein, den Countdown in meine letzten drei Tage zu Hause.
Es gibt noch so viel zu bedenken, so viel zu erledigen, bevor ich in die Klinik gehe, aber ich freu mich wie ein Schneepferdchen, die Vorfreude ist so groß!
Bei meiner Ärztin war es gemischt, einerseits hat sich mein Kaliumwert verbessert, alle anderen Werte sind schlechter geworden, was natürlich kritisch ist und sie dazu brachte mich 'einen medizinischen Grenzfall' zu nennen.
Jetzt ist es also offiziell. Ich bin ein medizinischer Grenzfall.
Na gut, kann ich gerade mit leben.


Sie hat mir noch einige Tipps gegeben und mir viel Glück gewünscht, ein feuchter Händedruck und am Ende noch der kleine Zusatz, "Dein Gewicht ist hart an der Grenze, es sollte auf gar keinen Fall weniger werden, die sind da sehr streng, was das vereinbarte Gewicht angeht und man wird schließlich in Unterwäsche gewogen. Die schicken Mädels auch mit 200 gr. zu weig wieder nach Hause.Und in der ersten Woche wird man schließlich täglich gewogen"


Mooooooooment. Also Mo...mo...moment.
Ähm.
Ja.
Nochmal bitte langsam. zum mitschreiben.



Ich muss also. In der Klinik. 38 Kilo wiegen, sonst schicken sie mich wieder nach Hause?
Oh man verdammt wie scheiße ist das denn?
Ich hab zu Hause prompt etwas gegessen. Aus Sorge, Aus Angst. Ich darf auf keinen Fall da auflaufen und zu wenig wiegen, sonst bin ich den Platz wieder los! Das darf ich nicht riskieren.
ich weiß, dass ich jetzt knapp bei 37.5 oder so bin

 (DANKE GOTT FÜR ALL DIE FRESSANFÄLLE DIE MICH VOR EINEM NOCH NIEDRIGEREN GEWICHT BEWAHRT HABEN)
 Wer hätte gedacht, dass die kleinen scheißer am Ende doch noch zu was gut sind!? :D

Das heißt ich muss zunehmen. 500 gramm. mindestest.Mal so auf die Schnelle. Und dann auch noch hoffen, dass die Waage in der Klinik nicht wie letztens mal weniger anzeigt, als die bei meiner Ärztin. Und Wassertrinken bringt nichts, weil die Klinik ja auch nicht doof ist.
Shit.
Und jetzt hab ich so viel gegessen - mal wieder - und wir bekommen heute Besuch von meinem Tantchen dazu später mehr.
Und dadurch, dass ich so viel gegessen hab, kann ich morgen nichtmal mein 'wahres' Gewicht kontrollieren, weil der ganze Mageninhalt ja nicht zählt und in der Klinik auch schnell wieder weg ist.
Und eigentlich will ich nicht fett werden.
Und was soll ich morgen essen, ohne einen Fressanfall zu bekommen? Und am nächsten Tag wieder nichts essen zu können.
Wie soll ich das denn machen?
Und. STOPP. Gedanken: aus.

Der Tag heute war ansonsten schön.
Ich war bei meiner Oma, mit meiner Mama und wir haben einen entspannten Tag bei meiner kleinen, grauen, gnurpsigen und missmutigen Frau verbracht.
Ich wünsche jedem eine Oma wie diese, eine Oma, die zu einem Nazi, der an ihre Hauswand pinkeln will sagt: Denk nichtmal dran, ich schneid dir deinen kleinen Schwanz ab!
Die einen Baseballschläger neben dem Bett stehen und einen Nacktkalender darüber hängen hat.
Meine gnurpsige 1,50m Oma, der mans einfach nicht recht machen kann, die ich aber einfach nur lieb habe.

Danach waren wir einkaufen um Zutaten einzukaufen, die wir gebacken habe, weil mein liebes Tantchen mit ihrer Familie uns morgen besuchen kommt.
Das letzte mal haben wir sie vor...hmmm... 30 Kilo gesehen.
Entschuldigt. Vorletzten April. An meiner Konfirmation.
Das wird ein Schock für sie sein, aber ehrlich gesagt ist mir das egal. Sollen sie doch denken was sie wollen.
Sollen sie doch betroffen auf den ultimativen Kuchen starren, den wir gebacken haben.
1. der Johannisbeerkuchen (Bild folgt morgen)
und 2. die absolut leckereste Donauwelle die absolute Kalorienbombe, die ihr euch vorstellen könnt.
deren Bild natürlich auch folgt :D


Ansonsten wünsche ich allen, die lange genug aufgeblieben sind um das hier zu lesen, noch eine schöne Nacht, allen, die früh genug aufstehen um diesen Post in der Morgensonne zu genießen einen wunderschönen Morgen und allen anderen, die sich hier durchkämpfen und es nun endlich bis zum Ende geschafft haben, ein schönes Leben.

Hanna

Mittwoch, 18. Juli 2012

Montag.

Und wieder hat sich alles gedreht.
Aber sowas von! Und zum Guten will ich meinen!
Es fühlt sich noch so surreal an, aber meine Kaliumwerte sind besser geworden dafür haben sich meine Leber und Nierenwerte verschlechtert und noch so ein Wert, den ich kaum aussprechen kann, der anscheinend auch nicht den Ausschlag geben konnte.
Aber jetzt kommt der Hammer:

Die Klinik am Korso hat angerufen. Ich bin angenommen. Für Montag.
MONTAG!
Meine Rettung, meine absolute Rettung! 
Ein Mädchen hat die Therapie vorzeitig beendet und ich habe tatsächlich ihren Platz bekommen.

Ein Geschenk des Himmels!
Ich weiß nicht genau, was ich schreiben soll, denn in meinem Kopf geht es gerade drunter und drüber und kreuz und quer.
Ich könnte gerade lachen und weinen und tanzen und durch die Gegend hüpfen - obwohl. können tu ich es wahrscheinlich nicht, aber ich würde es gedanklich tun! 
Ich könnte die Welt umarmen, das Universum küssen und meiner tauben Oma ein Lied vorträllern und so lut schreien, dass sie die Schallwellen bis nach Amerika spüren würden.
Ich bin so erleichtert, dass dieser ständige Kampf zu Hause endlich ein Ende hat und ich die Gewissheit habe.

Andererseits sind da Ängste und Zweifel. 
Ich könnte mich genauso gut jetzt in meinem Bett verkriechen.
Das geht alles so verdammt schnell. Montag? Nichtmal eine Woche. Oh mein Gott. Was mach ich bis dahin. Sonntag hat mein Bruder Geburtstag, Freitag bekommen wir Besuch,Morgen hab ich meinen letzten Arzttermin und danach gehts zu meiner Oma...
Wie soll ich das alles unter einen Hut bringen, wie soll ich, was soll ich...Oh man.
Mein Kopf platzt und der Post wird wahrscheinlich so ungeordnet wie mein Schrank in schlimmsten Messi Zeiten.

Ich würde gerne mehr schreiben, aber ich bin über den PC`s meines Bruders on. Mein Netbook hat entschieden, dass es im Netbook Himmel schöner ist als bei mir, deswegen tut es mir auch leid, wenn ich in nächster Zeit nicht so viel Kommentiere und Poste und schreibe.

Eure Hanna dievöllig durch den Wind ist

Dienstag, 17. Juli 2012

Böses Erwachen

Nach meinem fressialen Höhenflug, kam heute morgen die absolute Ernüchterung. Der Aufprall in der Wirklichkeit, der harte Schlag ins Gesicht, der BekannteSatz mit X.
Das war wohl nix.

Und nicht warum IHR jetzt denkt.
*Jetzt bereut sie das ganze Essen doch*

Nein, wegen des Arzttermins.

Ich war nämlich heute Morgen da.
Zum Blutabnhemen.
Und wiegen.
Und zum lustige Themen besprechen.

In deinem jetzigen Zustand werde ich dir keine Einweisung in die Klinik am Korso ausschreiben können, sondern nur ins Krankenhaus.
Deine Werte sind katastrophal, dein körperlicher Zustand mehr als instabil.
Die Blutwerte sind noch nicht da, von ihnen hängt alles ab, entweder kommen sie heute Nachmittag, oder morgen um 11:00. Entweder ich pack nachher meine Tasche, oder morgen. Oder ich habe Glück und das Kalium wirkt. Ich brauche keine Infusion und werde wie durch ein Wunder geheilt.
Achwas alles Wunschdenken.

Meine Ärztin hat mir klargemacht, dass es so nicht weitergehen kann. Gar nichts. Sie hat mich einige Tests machen lassen, aus der Hocke aufstehen und so. Daswar wirklich erschreckend.
ich habe es nicht geschafft mich hinzuhocken und wieder aufzustehen. Ich! Ein fünfzehnjähriges Mädchen, das kerngesund sein sollte!...War einfach zu schwach.
Aber ich habe doch so gut gegessen!
Firlefanz. Nichts hast du erreicht. Alles umsonst. Tolles Mädchen. Wirklich.
Da hast du dir die Klinik am Korso aber mächtig versaut.

Und das, wo ich gerade dachte, es ginge bergauf. Aber da hab ich mich wohl mal wieder selbst belogen. Mein Leben als Talfahrt.

Ich habe sie angefleht mir NOCh eine Chance zu geben, es WIEDER zu bessern, aber vielleicht ist es einfach zu spät.

Hanna

Montag, 16. Juli 2012

Willst du Leben oder sterben?

Hallo Leute, es sieht mir nicht ähnlich,aber ich poste heute abend gleich zweimal.
Aus dem einfachen Grund, dass etwas tolles geschehen ist:
Ich habs geschafft! Und diesmal wirklich!


Es war so. Ich saß am PC und hab mir die Kommentare zu meinem letzten Post durchgelesen. Wiedermal alle so lieb gemeint und gut, aber einer hat mich wirklich aufgerüttelt:
Willst du leben, oder sterben...?
Von Anonym

Und es hat geklickert. Klar will ich leben!
Ich will LEBEN!


Ich bin wie eine hyperaktive Hummel ins Schlafzimmer gerannt und hab mich auf die Waage gestellt, die ich eigentlich wegsperren soll.


37 Kg. Am Abend.


Willst du Leben oder sterben?


Und ehrlich gesagt ist es so glasklar für mich geworden.
Was sind 1000 Kalorien im Tausch gegen mein Leben? Selbst ein Fressanfall ist nichts im Tausch gegen mein wertvolles, wertvolles, wertvolles Leben!


Jetzt, später, sitze ich hier. In meinem Magen stapeln sich leckere Dinge und ein neues Rezept von mir:


Man nehme:
200 ml 3,5% Milch (120 kcal)
4 EL Kölln SchmelzHaferflocken (120 kcal)
1 Hand vollkornkissen von Kölln (100 kcal)
Zimt
1 TL honig (40 kcal)
1/2 Banane (50 kcal)


Dann füllt ihr die Milch in ein groooßes Glas, oder eine Schüssel, wenn ihr eine zur Hand habt, verrührt die Schmelzflocken mit dem Zimt und dem Honig darin (vllt ein bisschen Süßstoff, auch wenn ich ja eig. nicht schummeln wollte), packt so viele Vollkornkissen auf eure Milch, wie ihr in eure kleinen Patschehändchen bekommt und stellt das alles in die Mikrowelle.
Am Ende schnippelt ihr eure Banane drauf und streut als Deko natürlich nochmal Zimt drüber.
Heraus wird kommen: Das leckerste, was ihr seit langem gegessen habt!

In der Zwischenzeit seid ihr verpflichtet euch aus dem Kühlschrank etwas von der vortags übrig gebliebenen Creme Brulee zu nehmen und zu essen.

Und glücklich müsst ihr sein.

Dann müsst ihr merken, dass ihr immernoch ganz knapp unter 1000 kcal seid und denken: Das ist doch eh nur das Minimum.
Wollt ihr Leben?

Und wenn ihr euch dann überlegt, dass ihr eigentlich noch Lust hättet auf die andere halbe Banane, verteilt auf einem Toast, Honig und Quark.
Dann könnt ihr stolz auf euch sein.
Nehmt euch noch ein Glas Milch. Setzt euch zu eurer Familie und esst in aller ruhe, ohne zu stopfen. Lächelt in die Runde, seht wie glücklich alle sind und denkt euch.
Danke leben. Ich Lebe.


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Ich habe diesen Beitrag teilweise auch für mich geschrieben, falls ich morgen völlig deprimiert bemerken sollte, dass ich noch etwas gegessen habe, falls ich schwächeln sollte, anfangen sollte wieder zu hungern, weil ich das Gefühl habe, dass es zu viel war. Wenn man einen Bmi von 13 und etwas hat, dann ist nichts zuviel.
Daran muss ich morgen denken.

There are also good days, even when they actually bad.

Heute war ein guter Tag.
Ich bin aufgestanden - um 12:00. Nachdem ich gestern/gestern um vier ins Bett gegangen bin- und habe mich gut gefühlt.
Nicht zu kraftlos. Nicht zu müde, nicht leer oder deprimiert.
Einfach nur irgendwie entspannt!
Auch mal ein schönes Gefühl, ehrlich gesagt!
Dann, nach einem Tee und einem Blick in den Boulevardteil der Zeitung - warum auch immer, ich komme mir unglaublich schlau vor, wenn ich Zeitung lese, egal was es ist (heute das Highlight:) Kuh bekommt zweiköpfiges Kalb - und anschließend sofort Mittag.
Es gab die Reste von gestern, also hab ich mir provisorisch mein Süppchen gekocht.
Ein Fehler.
Danach bin ich in die Stadt gegangen, in die Bücherei um genau zu sein. Kraft muss ausgenutzt werden, hab ich mir gedacht und meinen Tag dort einfach so an mir vorbeiziehen lassen.

Zu Hause kam erstmal ein kleiner Schock: MORGEN ist mein Arzttermin. Morgen? MORGEN!
Wo ist denn meine Woche hin, das war doch jetzt keine Woche? Und wenn dann nur eine wirklich eng ausgelegte und gestauchte, wie mir scheint.
Ich werde das prüfen müssen.

Okay, nach ausgiebigem prüfen und nachrechnen komme ich gerade zu dem Ergebnis, dass meine Woche in echt mickrige 5 Tage waren, was vielleicht eine Schulwoche, aber keine ordentliche, bodenständige Deutsche Woche ist!
Ich werde ein Veto einlegen müssen. Wir leben schließlich in einem rechtsstaat und wenn das schon so ist, dann lassen wir es mal ganz preußisch angehen.

Und wenn ich hier so sitze und nachdenke, komme ich außerdem zu dem Ergebnis, dass meine Tagesbilanz an Kalorien die 300 noch nicht überschreitet.
Was nicht gut ist! Nur so nebenbei
Ich sollte etwas essen, aber irgendwie fühlt es gerade so gut an. Mit leerem Magen.
Ich weiß nicht, ob ich will.
Doch du musst!
Jaja, haha, die 700 kcal willst du dir jetzt nochmal schnell reinstopfen? Schaffst du doch eh nicht.
Jetzt sitze ich hier, ein bisschen ratlos.
Höre die Uhr ticken und schwelge in Gedanken.
Jaja, wie poethisch ;)

Eure Hanna

Sonntag, 15. Juli 2012

Sonntägliche Schwächeleinen

Ich fühle mich komisch.
Mal wieder. 
Es ist wieder dieser schwebezustand, der mir zu schaffen macht. Ich esse. Irgendwie. Aber nicht mit Genuss. Ich bin müde, ich bin schwach. Warum bin ich so schwach?
Aber andererseits fühle ich mich unglaublich träge.
Wann habe ich jemals 1000 kcal gegessen ohne Sport zu machen? Und obwohl ich mich so kraftlos fühle,habe ich den Drang mich zu bewegen. Das ist doch reine Selbstquälerei. 
Es macht mich fertig, den ganzen Tag lang zu Hause zu sitzen - von allen Seiten kontrolliert - und Sportverbot zu haben.
Ich laufe den lieben langen Tag die Treppen hoch. 

Hubs schon wieder was im Zimmer vergessen, ich geh mal und hols!
Ach Mensch, da hab ich Schussel doch glatt meine Teetasse oben gelassen, naja, dann halt wieder hoch....was, ich sollte doch da Aquarium ausschalten, na ach, was solls, die paar Stufen bringen mich schon nicht um!

Das Problem ist: Sie bringen mich um. Bewegung ist so anstrengend. Alles ist so anstrengend. Jede Kleinigkeit. Und mir wird wiedermal schmerzhaft bewusst, wie kaputt ich eigentlich wirklich bin. Wie sehr ich meinem Körper schon geschadet habe.
 Ich habe heute meine Maße genommen:
Brust:75             Oberschenkel: 34
Taille: 53            Handgelenk: 13-14
Hüfte: 73

Ich weiß nicht genau,was mir diese wenigen Zahlen sagen sollen, ich habe mich nie besonders für meine Maße interessiert. Aber im Verhältnis kommt mir die 53 in der Taille doch sehr hoch vor...


Und was mir ebenfalls bewusst geworden ist: Es sind noch 2 Wochen bis zur Klinik.
Zwei Wochen auf mich allein gestellt.
Ich weiß, dass ich die Klinik immer als Lichtblick sehe, als Himmel und Erlösung, dass die eigentlich Arbeit dort erst anfängt übergehe ich oft geflissentlich. Aber ich glaube ein Stück weit wird es mir dort besser gehen als zu Hause. 
Und es ist genau das, was ich jetzt brauche: Ein Hoffnungsschimmer, etwas woran ich mich klammern kann. Irgendetwas, das eine Änderung verspricht.

Ansonsten war der Tag heute nicht außergewöhnlich. Wir haben gekocht, genau wie wir uns vorgenommen haben, ich habe nicht viel gegessen. Habs einfach nicht geschafft.

Kein fetter Feta zur Vorspeise, keine ölige Ratatouille.Kein sahniges Creme Brulee. 

Ich freue mich zwar wirklich, dass meine Familie aus Frankreich wieder da ist, aber es ist doch erstaunlich, wie schnell sie doch wieder anfangen einen zu nerven.
Und wisst ihr was mir am wehesten getan hat?
Mein Vater hat nichtmal für mich mitgedeckt.

Hanna

Samstag, 14. Juli 2012

Aufstehen, weitergehen!

So, Schluss mit all diesem depressiven Gehabe.
Schluss mit dem Gejammere, dem Gezweifle und diesem dummen Selbstmitleid!

Es gibt hier so viele Menschen, die an mich glauben, die glauben, dass ich den Kampf gewinnen kann und die mir Mut zusprechen.
So viele Menschen die sich um mich bemühen und versuchen mich aufzubauen.
Alleine dafür lohnt es sich weiterzukämpfen. ich schaffe das und das werde ich euch beweisen. Euch Bloggern, euch Lesern, meiner Familie und zuletzt werd ich es auch mir beweisen, denn ich werde mir ganz sicher nicht die Blöße geben JETZT aufzugeben und wieder hinzufallen.
Nicht schon wieder.

Der Tag heute verlief essenstechnisch... interessant.
Nachdem ich irgendwann völlig fertig um 12:00 aufwachte, schlechtgelaunt bemerken musste, dass ich somit mein Frühstück verpasst hatte, meine Zwischenmahlzeit essen und das Mittag verschieben musste, habe ich - ganz verwegen - einfach den Schokopudding meiner Mutter gegessen.
Ihr müsst euch das in etwa so vorstellen:
 Mit einem kriegerischen Gesicht und zwei Indianerstreifen im Gesicht sitzt Hanna am Tisch und löffelt mit einer Grabesmiene den nichtmal Kalorienreduzierten Pudding.
Das - zuerst wehmütige, denn es ist ihr Lieblingspudding - danach aber stolze Gesicht meiner Mutter hat mich motiviert.
Zum Mittag gab es dann Milchreis. Wie lange habe ich keinen Milchreis mehr gegessen? Es ist so lange her! So lange! Ich konnte mich gerade noch Bremsen ihn mit Süßstoff anzurühren und habe mich quasi zum zuckern gezwungen.
Die Portion fiel zwar eher klein aus, aber ich habe reichlich Pflaumenmus dazu gegessen.
Desweiteren habe ich mich bemüht den Tag über Kleinigkeiten zu essen, auf die ich gerade Lust hatte. Ein bisschen Apfelmus. Kirschsaft.
Gelandet bin ich letzendlich bei satten 900 Kalorien bis jetzt, aber es ist auch noch nicht so spät. Heute schaff ichs. Heute tret ich der Krankheit in de Arsch. Jawoll!

Und heute kommt meine Familie aus Frankreich wieder, in etwa viereinhalb Stunden! Das hebt die Laune doch gewaltig an! Ich freu mich so, dass sie endlich wieder da sind und mich beschäftigen können, jetzt ist es zwar mit aller Freiheit und nackt im Haus rumlaufen vorbei, aber was solls?

Meine Mutter und ich haben auch schon geplant für die Jungs zu kochen.Morgen natürlich
Was es geben wird? Ein Menü von Lecker.de (kauft euch unbedingt die lecker magazine, die sind so super!)

Als Vorspeise gibt es Leichte Mini Quiches.                Der Hauptgang besteht aus einer Ratatouille Pfanne (und für die NichtVegetarier ein Stück
Fleisch dazu)

             Den Abschluss bildet dann eine schöne Creme Brulee (auch wenn unsere von Dr. Oetker sein wird und ganz sicher nicht so schön ausieht wie auf dem Bild.
(ich hoffe ihr bemerkt, dass alle Gerichte französisch sind, was übrigens kein Zufall ist^^)
Wie viel ICH tatsächlich davon essen werde steht in den Sternene, aber vielleicht ist es mal eine gute Übung. So wie in der Klinik. Iss so viel du kannst.
Vielleicht halte ich mich einfach an das Gemüse...

Bis meine Lieben kommen muss ich aber noch einiges in meinem Zimmer aufräumen, es ist zwar komplett umgestellt und so weiter, aber es fehlen noch einige Rahmen an der Wand und gesaugt hab ich auch noch nicht.
Ich bin gespannt was sie sagen werden :))

Und ich glaube ich habe auch alles gesagt für heute. Es fällt mir jedenfalls nichts weltbewegendes mehr ein.

Ich hoffe es geht euch allen gut und ja. Das war das Wort zum Sonntag :*                                                                          Hanna

Freitag, 13. Juli 2012

Zu schwer

Ich weiß nicht weiter.
Ich bin erschöpft. Ich bin angestrengt. Ich komme mir dick vor.

Ich hätte nicht gedacht, dass essen so schwer sein kann. Heute ist erst der zweite Tag, an dem ich meinen Plan durchhalten muss und er strengt mich jetzt schon so dermaßen an, dass ich heulen könnte.
Wie soll das nur weitergehen? Hungern entkräftet mich, aber Essen tut es anscheinend auch.

Der schöne Tag, den ich mit meiner Mutter verbringen wollte war eigentlich ganz leicht. Zuerst waren wir shoppen und danach in einem Café. Alles ganz ruhig, alles ganz easy.

Aber ich war so schwach. Verdammt ich esse doch, warum fühle ich mich dann so ausgelaugt und kraftlos? Das ist nicht fair! Bis jetzt waren es ungefähr 800 Kalorien, die sich in mir anfühlen, als würden sie mich aufquellen lassen. Auch wenn ich weiß, dass sie es eigentlich nicht können.
Ich spüre sie in meinem Inneren, wie kleine Monster.
Und ich weiß, dass es noch nicht vorbei ist. Ich muss weiteressen.
Ich bin so erbärmlich.
Ich will kämpfen. Ich rede von nichts anderem mehr, ich schreibe wie die Überzeugung in Person und bin jetzt schon so mutlos. Am liebsten würde ich mich gerade ganz klein zusammenrollen und einfach verschwinden. Einfach nichts mehr an mich heranlassen und in meine Gedanken flüchten.
Einfach nur weg sein.
Kennt ihr das Gefühl?
Ich will, dass alles vorbei ist, dieser ganze Mist in dem ich stecke. Am liebsten würde ich wie ein kleines Paket einfach nur in der Sofaritze verschwinden und vergessen werden.
In ein paar Jahren würde irgendjemand die Fernbedienung verlieren und durch Zufall auf ein kleines rundes etwas stoßen.
Guck mal was ich gefunden hab, würde er sagen und mich hochhalten.
Was ist das denn, würden die anderen fragen. Sieht irgendwie merkwürdig aus. Wozu das wohl gut ist?
Ratlos würden sie versuchen mich auseinanderzufalten, drehen und wenden, irgendwann mit den Schultern zucken und dann entscheiden, dass ich in der Sofaritze vielleicht ganz gut aufgehoben war.
Was man in einem Jahr nicht vermisst, das vermisst man nie wieder.
Dann würden sie sich erinnern, dass ihre Sendung gleich anfängt, Panisch wieder nach der Fernbedienung suchen und vielleicht gar nicht merken, wie ich wieder zurück in meine Ritze rutsche.
Das wäre schön.

Donnerstag, 12. Juli 2012

...continued.

So meine lieben Leser!
Zuerst einmal: Ihr seid toll!
Ich meine es Ernst, ihr seid die besten leser des Universums!
Ich habe auf meinen letzten Post so dermaßen viele Reaktionen bekommen, das es mich beinahe vom Hocker gehauen hat!
Es waren so viele liebe, besorgte, warnende, schlaue und interessante Kommentare dabei, dass ich wirklich gerührt bin/war, was auch immer.
Es hat mich so erstaunt, wie ich eine Person, die ihr echt nicht kennt umsorgt, wie viele Gedanken ihr euch macht und wie viele Gefühle dahinterstecken.
Das macht mich so dankbar und ich würde jeden Einzelnen von euch jetzt gerne drücken!
Danke, dass ihr an mich glaubt, danke, dass ihr mir Mut macht, danke, dass es euch gibt.
Danke, danke, danke!

Und nun zum zweiten Teil.
Wie ihr seht und lest: Ich bin noch da.
Einige von euch wird es enttäuschen - also wahrscheinlich nicht in dem Sinne, aber ich weiß, dass viele der Meinung sind es sei das Beste mich sofort einweisen zu lassen und es von der Ärztin für unverantwortlich halten werden - aber ich habe tatsächlich meine Gnadenfrist von einer Woche bekommen!

Heute Morgen hab ich mit ihr telefoniert und ein wirklich langes Gespräch gehabt. 
Wirklich, wirklich lange. Ich schreib jetzt nicht genau auf, was es alles war, aber ihr könnt euch sicher sein, dass der Inhalt gesalzen und gepfeffert war und ich gekämpft habe. Alles sind wir durchgegangen.
Mein Gewicht, die Lage im Moment, meine gesundheitliche Lage, die Lage bezüglich des Klinikplatzes - und natürlich die Möglichkeit einer Einweisung.
 Heute nicht. Gott sei Dank. 
Nächste Woche vielleicht.
Nächste Woche habe ich den nächsten Termin bei ihr. Mir wird wieder Blut abgenommen, die Werte werden geprüft und dann wird entschieden, ob ich zu Stabilisation in ein Krankenhaus eingewiesen werden muss.
Bis dahin muss ich jeden Morgen auf die Waage. Vor meiner Mutter selbstverständlich-
Ich habe eine Woche um für meine Freiheit zu kämpfen! 
Und damit ich nicht ins Krankenhaus muss, habe ich meinen Plan. 
Meinen rettenden Plan. 
Er sieht folgendermaßen aus:
Ich werde mich nicht mehr selbst belügen.
Diese Zahl hat mich wachgerüttelt, das alles hat mich wachgerüttelt und ich darf nicht schwächeln. 
Ich muss der Wahrheit ins Gesicht sehen und sehen , dass mein Leben davon abhängt wie ich jetzt vorgehe. Ich darf nicht weiter abnehmen. 
Kein Gramm. Kein bisschen.
Es ist nichts mehr da, was noch verschwinden kann, verschwinden darf, also muss ich um jedes gramm kämpfen!
 Das werde ich nicht alleine tun. Meine Mutter kontrolliert jetzt mit. Jeden Morgen.
Außerdem ist eines angesagt: Ernährung!
Ich muss mich überwinden zu essen, egal ob ich es will oder nicht. Ich muss mich zwingen, daran führt kein Weg vorbei.
Bisher hab ich meiner Krankheit immer wieder die Chance gelassen, klein bei zu geben. Das darf nicht mehr passieren.
In wie vielen Posts habe ich geschrieben, dass ich nicht essen kann? In so vielen!
Aber ich MUSS es können. Ich MUSS es tun. Wenn ich leben will, dann führt daran kein Weg vorbei.

Die ganze Woche über wird meine Mutter mich sehr stark kontrollieren, das weiß ich. 
Es wird nervig sein, aber letzendlich wird es mir auch helfen, mich nicht selbst täuschen zu können und meine mindestens drei Mahlzeiten einhalten zu können.

Ich werde wohl nicht gleich von 0 auf 1oo gehen können, aber es muss das Maximum sein.

Also gehört dazu:

1. Keine "Scheinnahrung" mehr. 
Götterspeise ist kein annehmbares Frühstück. Sie wird vom Essensplan gestrichen. Genau wie Brühe und so ein Mist. das ist doch alles nur Füllstoff. Richtige Lebensmittel müssen aufgenommen werden! Irgendwas wo was drin ist, etwas lebenserhaltendes!

2. Morgens Mittags und Abends werden kalorien aufgenommen. Mindestens. Ich werde mit den weniger festen Sachen anfangen, weil das weniger schwer ist. Morgens beispielsweise Quark ist nicht schlecht. Mittags bin ich mir nicht sicher, was für mich möglich ist, aber es darf auf keinen Fall nur ein bisschen Salat sein. Das reicht nicht. Ich weiß noch nicht, wie viele Schwierigkeiten es mir bereiten wird, aber ich habe mir vorgenommen zu jeder Portion Gemüse mir noch irgendetwas mit Kohlehydraten zu machen. Reis, oder Haferflocken. Irgendwas wovon mein Körper auch was hat. 
Abends darf ich natürlich auch nicht vergessen. Brot. Das ist normal. Oder vielleicht eine Banane.

3. Selbst wenn ich Kalorienverminderte lebensmittel kaufen sollte ( Magerquark, fettreduzierte Sojamilch, oder Produkte die Light von den Weight Watchers oder sonstwas) sind, muss ich am Ende des Tages darauf achten mindestens 1000 Kalorien gegessen zu haben.(Natürlich wäre es leichter auf eine angemessene Kalorienmenge zu kommen, wenn ich normale produkte kaufen würde, aber der Schritt ist irgendwie dann doch zu ungewohnt, fettreduzierte Kost fällt einfach leichter)
100 kcal.Das ist viel. Sehr viel. Aber eigentlich nur genug um meine Grundbedürfnisse zu versorgen. Dessen muss ich mir bewusst sein. Ich darf auf keinen Fall unter 100 kcal essen, egal wie schwer es ist! Mehr ist immer besser! Eigentlich muss ich zunhemen, aber zumindestens mein Gewicht halten!
Zwischendurch probier ich es mit Obst. Bananen enthalten viel kalium und außerdem Kalorien. Beides brauch ich.

4. Ganz egal wie schlecht es mir geht, es ist absolut Notwendig, dass ich nicht aufgebe. Nicht kotze, keine Kalorien hochschummel und wieder anfange mich selbst zu belügen und  mich mit der Idee anfreunde, dass ich in der Klinik ohnehin zunehmen und mich ebenfalls mit dem Thema Essen auseinander setzen MUSS.
Was sagt ihr dazu? Ehrlich gesagt ist dr Plan ja eher weniger Komplex, es tut mir Leid, für alle, die sich Großes erhofft haben, nach meinem Köder gestern :D
Aber so bin ich nunmal (das ist der teuflische Teil meines Plans^^)

Heute hat es ganz gut geklappt.

Ich habe gegessen:

Morgens:

Ein Leckermäulchen (235 kcal)
Ein Glas Milch (140 kcal) mit Instant Haferflocken ca. (150 kcal)  --> wers nicht kennt, die lösen sich auf und werden flüssig.

Mittags:

1/2 Portion Nudelmenü von WeightWatchers (150 kcal)...
Eine Banane (100)

Nachmittags: Ein großes Glas Saft (?)

Abends: Bis jetzt noch nichts. Mal sehen was ich mir noch mache. 

Bis jetzt bin ich recht zufrieden. Nichts von den Sachen war besonders Volumenreich, deswegen komme ich mir kein bisschen gestopft vor, sondern bin einfach glücklich, dass ich endlich anfange etwas zu tun und zu kämpfen! 
ich weiß, dass ich es schaffen kann!
Und ich werde es auch schaffen.

Trotzdem fühle ich mich irgendwie sehr müde heute, trotz des Essens. Ich fühle mich träge.
Den ganzen Tag habe ich praktisch nichts gemacht und nichts erreicht. Sowas deprimiert.

Morgen ist Freitag. Sonntag kommt meine Familie wieder also haben Mama und ich entschieden Morgen noch etwas schönes zu unternehmen. Irgendwas. Nur wir zwei.
Habt ihr vielleicht Ideen? Vorschläge? 
 Ich freue mich über jeden Kommentar- aber das wisst ihr ja!

Eure erschöpfte Hanna







Mittwoch, 11. Juli 2012

Unkraut vergeht nicht bzw. Fortsetzung folgt

Hallo ihr Lieben,

viele von euch werden wahrscheinlich schon das Schlimmste gedacht haben, einfach aus dem Grund, dass ich nicht geschrieben habe und in der Tat, irgendwie lief mein Tag gestern nicht nach Plan.

Und er endete auch nicht nach Plan und wahrscheinlich wird in nächster Zeit ziemlich viel nicht nach Plan laufen, aber fangen wir lieber mal vorne an.

Wir fuhren also in die Praxis. Ich natürlich mit ner riesigen Cola in der Hand und ständig am dran rumnippeln. - Ich hab mich gegen die Hanteln entschieden, weils einfach nicht praktikabel war - und kam dann auch auf das natürlich immernoch zu niedrige Gewicht von 39 Kg.

Bla, du hast fast 2 Kilo abgenommen...Aufpassen...dies das und so.
Heya, Blumen sind lilaaa und mir gehts scheißeee. Es ist mir egaaahaaal...!


-Das übliche, zum einen Ohr rein, zum anderen wieder ______.
36.36.36.36.36.36.36,36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.36.

Gleich danach sind meine Mutter und ich einkaufen gefahren, wo es mir schon schlechter ging.
Schwindel, schwäche. Wie ein alte Frau.
 Problem: Anschließend wollten wir uns noch mit einer guten Freundin treffen, was Anstrengung bedeutete. Und ich hatte ernsthaft Angst diese zu bewältigen.
Bei Rewe stand ich also vor der Qual der Wahl: Was sollte ich mir zu essen kaufen, denn: Mein Gewicht war jawohl niedrig genug, weniger sollte es nicht werden und den Tag würde ich ganz ohne Essen wohl nicht aushalten können.
Ich entschied mich für Maiswaffeln (22 kcal/Stk) und Fitline Frischkäse (12 kcal/20gr).
Davon habe ich im Auto genau zwei gegessen. Dünn bestrichen, lecker mit Salat belegt.
Ja, ich weiß. Mager.

Der Tag war schön. Die Läden waren so schön, wo wir drin waren. Eppendorf ist sowieso so schön.
Wäre da nur nicht dieser ständige Schwindel und die Benommenheit gewesen!
Verdammt! Was ist nur los mit mir? Bist du zu gar nichts mehr fähig Hanna?

Als ich auf dem weg, zurück zu dem Haus der Freundin an das Treppenhaus dachte wurde mir beinahe schlecht.
Kann das sein? Du bist 15 Hanna und fürchtest dich vor Treppen!

Wie dem auch sei. Irgendwie bin ich ja oben angekommen.

Bei unseren Freunden rang ich mich zu einem Apfel durch. - Du willst ja nicht noch mehr abnehmen Hanna und zu einer weiteren Reiswaffel durch.
Okay... Besser gings mir danach schonmal nicht.

Wir fuhren nach Hause.
Ich saß am Esstisch. Mit knurrendem Magen und einem heißen Tee in meinen zitternden Händen, während meine Mutter Pilzravioli mampfte. Dieser Geruch. Diese Nudeln.
Plötzlich überkam mich dieser Heißhunger. Kein FA. Kein FA. Kein FA.
Aber Hunger!

Dann hab ich eure Kommentare gelesen und hätte fast geweint.
Wie konnte ich nur so dumm sein, mich so kaputt machen?
So naiv sein?
Denken, dass es so gehen kann.
Ich hab mir was zu essen gemacht. Ein Brot mit Lachs. Hmmm.
Ein (Mager) Quark. Hmmm.
Meine Mutter weiß über meine FA's Bescheid. Sie sah es als ihre Pflicht mich zu stoppen.
Aber ich wollte nicht.
Wieso auch? Meine 1000 Kalorien zum halten waren noch längst nicht erreicht!
Und es wäre unnötig gewesen mich zu stoppen.
Weil das kein Fressanfall war. Eher so ein Hilfeschrei:
Ich will essen! ich will nicht sterben! Ich will nicht 36 wiegen und heute Nacht nicht mehr aufstehen!
So kann es nicht weitergehen!
So will ich nicht weitermachen!

Ich hab es ihr erzählt. Mein Gewicht. Ganz schnell. Ganz schmerzlos. Als würde man ein Pflaster abreißen- raaaatsch - erzählt.

BUMM.

Bombe geplatzt.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie die Hölle hier abging, meine Scheiße. Sie war außer sich, alle Alarmglocken. Am liebsten hätte sie mich sofort eingewiesen!

Sie hat sofort mit meinem Vater telefoniert. Und ich hab meine Ärztin angerufen.
Die Praxis war natürlich schon längst verlassen um 19:00. Aber ich hab um Rückruf gebeten.
Den ganzen Abend hat meine Mutter telefoniert, im Internet geforscht und überlegt.
Angst. Zweifel. Angst.

Als würden die paar Kilo weniger gleich einen gesundheitlichen Einbruch bedeuten...

Naja. ICH hatte Angst. Sehr, sehr, große angst, dass sie mich einpackt und sofort ins Krankenhaus fährt.

Aber wie ihr seht: Ich bin noch da.

Und was habe ich gemacht? Gefuttert.
Aber ohne schlechtes Gewissen, ausnahmsweise.
Es war so ein scheißegal futtern. Scheißegal. Wenn du JETZT ins Krankenhaus kommst kriegst du ne Sonderernährung. Scheißegal wenn du was isst. die 200 gr die du zunimmst werden dich retten. Scheißegal, scheißegal, scheißegal.
Und ehrlich gesagt ist es das erste Mal, dass ich meinen Fressanfall nur wegen der Magenschmerzen bereue, denn ich habe Angst.

Heute ist Mittwoch. Die Arztpraxis meiner Hausärztin hatte zu. Das wusste meine Mutter nur nicht.
Sie hat heute den ganzen Tag versucht dort anzurufen. Sie hat entschieden, dass es nicht mehr so weitergehen kann und ich?

Ich habe Angst vor Morgen, was meine Mutter Morgen mit der Ärztin entscheidet, denn Morgen rufen wir sie an.

Heute ist quasi meine Gnadenfrist.
Mein Gnadentag.

Morgen entscheidet sich, wie es mit mir weitergeht. Scheiß Gefühl.

Aber ich habe einen Plan.
Einen teuflischen Plan...

Fortsetzung folgt....

Hanna!

Resumee dieses Posts:
Ihr habt euch also durch einen endlos langen Post gekämpft, seid zwischendurch beinahe eingeschlafen und habt die langweiligsten Stellen einfach überscrollt, nur um schnell zum Ende zu kommen und dann Final zu erfahren, was denn jetzt los ist und dann werdet ihr mit so einem billigen- Fortsetzung folgt- abgespeist.

Aber irgendwie muss ich ja meine Leser bei der Stange halten....

Wie dreist von mir :D

Dienstag, 10. Juli 2012

Down, down, down

Gleich gehts zur Ärztin und obwohl ich 3 Stunden vor meiner normalen Wiegezeit war:
36.8
Das heißt ich muss mir mindestens 2 Kilo antrinken und auf den Rat von Peaches hören und mir ne Hantel in den Schlüpper stecken.
Kann keine Flüssigkeit mehr sehen und hab versucht ein Stück Gurke zu essen. Musste fast kotzen.
Oh man.
Ich poste heute Abend nochmal.

Müde grüße, denn die Nacht war scheiße: Hanna

Montag, 9. Juli 2012

Mäßig

Mein Tag heute war mäßig.

Gewichtsmäßig: Unverändert
Was weder gut noch schlecht ist, sondern eigentlich egal.

Gefühlsmäßig: Taub.
Anders lässt es sich nicht beschreiben. Es war wieder so ein vorbeirauschender Tag, an dem ich nicht viel wahrnehme. Ich hab manchmal so Tage, wie treue Leser wissen. Aber herausgefunden woran es liegt habe ich noch nicht. Vielleicht ist es einfach die Mischung aus zu wenig Schlaf, zu wenig Essen, zu wenig Energie und zu wenig Motivation. Vielleicht finde ich es irgendwann heraus. Vielleicht auch nicht.

Wettermäßig: Schlecht
Also mal ehrlich- Wo ist die Sonne hin? Es regnet, es ist kalt und für Menschen, denen eh immer kalt ist (so wie mir), ist das einfach nur doof. Und warum stürmt es?

Essensmäßig: Schlechter. 
Hab heute noch nichts gegessen, bis auf eine Gemüsebrühe. Und irgendwie schaffe ich auch gerade nicht mehr. Ich muss mal sehen, ob ich mich noch überwinden kann. Aber im Moment bin ich zu unmotiviert aufzustehen und in die Küche zu gehen.
Wie schon gesagt. Ein Ich-habe-Watte-im-Kopf-Tag.

Aktivitätsmäßig:Gut! 
Ich war zuerst mit meiner Mama in der Buchhandlung und besitze nun alle drei bestellten Bücher und zusätzlich noch Alice im Hungerland. Was mich zufrieden stimmt.
Danach bin ich noch alleine in ein Einkaufscenter gefahren (meine Mutter war leicht besorgt, wegen meiner Gesundheit und so) und habe nach Bilderrahmen für mein Zimmer gefahndet. Ich merke, dass ich nicht wirklich Zielorientiert bin, denn gekauft habe ich: 
- 2 Rollen wunderschönes Geschenkpapier
-Ein Glasschälchen
- Ein Schreibtischordner
-Eine Kiste für meinen Nähkram
- Burts Bees Lippenpflege und ein Nagellack von Butters in Orange
-Eine Wimpernzange
-Eine total schöne Kerze und ein Stoff aus meinem Lieblingsbastelladen
- Die neueste Instyle
___________________________________
Finanzmäßig: Düster

Zukunftsmäßig: Besorgt.
Ich bin ein wenig besorgt wegen morgen. Da gehts zur Ärztin wiegen. ich muss trinken. Trinken, Trinken, Trinken. Oder Bleigewichte umhängen. WEnn eine 37 auf der Waage stünde wäre ich geliefert. Doppelt und dreifach. Aber mein magen kann einfach keine großen mengen mehr ab...Egal. Jetzt ist eh alles egal. Ich werd das schon schaffen. Danach treffe ich mich mit meiner Patentante, die gleichzeitig Mamas beste Freundin ist. Wir gehen - oh Wunder - shoppen.
Das wird lustig!

Achja, was ich nochmal sagen wollte: Eure vielen lieben Kommentare bleiben natürlich nie unbeachtet, oft kommentiere ich sie direkt auf meiner Seite. ich weiß nicht genau, wie viel wirklich davon gelesen wird, denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass man nicht zu den Seiten wieder zurückgeht und schaut, ob sein Kommentar kommentiert wurde, aber manchmal könntet ihr unter Umständen was verpassen :)
Aber manchmal auch nicht...Ich wollts nur mal sagen :D

Eure Zombie-Hanna!

Sonntag, 8. Juli 2012

Erdbeeren und Magerjoghurt

Nach meinem Post heute Morgen habe ich euch ja noch einen zweiten versprochen und da ich genügend Zeit, Lust und Kraft habe (und außerdem natürlich niemals Versprechen breche und so weiter und so fort *salbungsvolles Gerede aus*), fang ich mal an zu berichten.

Der Morgen verlief unspektakulär weiter. Ich meine, was sollte ich schon groß machen?
Das Kind ist in den Gewichtstopf gefallen und ich weiß nicht, wie es jetzt weitergeht (offiziell nimmt die Klinik mich ja auch unter 38 Kg gar nicht an...und es sind noch 3 Wochen bis zur Aufnahme)
 
Wie schon vorher angekündigt Haben meine Mum und ich den Kuchen gemacht.

Ich liebe es mit Ihr zu backen, das Rezept ist wirklich mehr als simpel und kann leicht nachgemacht werden.
(Sogar ich habs geschafft)
 
Ihr braucht:
Frische Erdbeeren
Einen Biskuitboden
Puddingpulver für 500 ml Pudding
1 Pkch. Tortenguss
Viel, viel Liebe und Zuwendung für den Kuchen!

Als erstes müsst ihr den Pudding machen, entweder die Variante: 'Ich habe keinen Bock und mische Fertigpulver mit Milch' oder die Variante: ' Ich nehm den Pudding zum kochen'. Den gekochten Pudding gießt ihr einfach auf den Biskuitboden und verteilt die Erdbeeren, oder eure liebsten Früchte darauf (geht auch mit Aprikosen und allem möglichen). Dann mischt ihr Tortenguss an--> Den gibts auch mit Erdbeergeschmack - und verteilt den Guss über dem Kuchen. Tadaaa! Das wars schon! Guten Appetit
Ich bin mir auch sicher, dass mein Patenonkel von unserer ausgefeilten Kochkunst mehr als beeindruckt war! Er ist Chefarzt in einem Krankenhaus und bei unseren Gesprächen draußen haben wir viel geredet. Die Sonne schien sehr schön (Bis es anfing zu regnen und wir fluchtartig ins haus stürzen mussten) und er wollte alles über die Klinik wissen. Es war heilsam mit ihm zu reden, er hat mir viel über meinen Grundumsatz, meinen Bedarf und über andere Dinge erzählt. Ich habe mit ihm lieber geredet, als mit meiner Ärztin, weil ich das Gefühl hatte, dass er meine Probleme besser verstand. Meine Probleme mit den Fressanfällen und dem erbrechen. Er verstand, dass es sinnlos ist mir zu raten soviel wie möglich zu essen und ich glaube er hat mir sehr geholfen- auch wenn er mich natürlich nicht heilen konnte.
Was er mir alles geraten hat, werde ich nicht posten, das wäre zuviel, aber es Unterschied sich so von dem Stil meiner Ärztin, die ganzen Heilungsansätze, dass ich ein wenig an ihrer Kompetenz zweifle.

Eine Sache passierte schließlich doch. Mitten im Wohnzimmer, fing mein Herz an zu rasen und mir wurde schwindelig. Ich sagte, dass es mir nicht gut ginge und ich spürte, dass ich etwas essen musste.
Zum Frühstück hatte ich Götterspeise-wie immer und zum Mittag hatte ich 100 gr. Spargel mit Salat (ohne Dressing). Ich dachte das sei genug. Ich wusste das es nicht genug war.
Und ich habe in aller Deutlichkeit zu spüren bekommen, dass mein Körper am Ende ist. Ich bin in die Küche gegangen und habe mir einen Magermilchjoghurt (50) mit NatreenObst (20) und einer Reiswaffel mit Senf gemacht (30). Ich bin zurückgegangen und habe es in aller seelenruhe gegessen. Es war nötig und ehrlich gesagt habe ich deswegen kein schlechtes Gewissen. Ich habe es genossen und ich habe mich nicht überfressen. ich habe keinen Fressanfall bekommen und ich konnte mich zurückhalten. Ich bin stolz auf mich.
Ich weiß, dass es immernoch zu wenig war, aber ich weiß auch, dass mein Körper diesen Joghurt und die Früchte brauchte.

Wir saßen noch lange zusammen und so hatte ich gar keine Chance an erbrechen oder sonstigen Mist zu denken. Wir haben geredet und es ging mir seit langem wieder - trotz Essen - gut.

Bevor mein Onkel ging hat er noch mein Schränkchen im Zimmer zusammengebaut, es sieht sehr schön aus und natürlich konnte er es sich nicht verkneifen mir nochmal 50 Euro zuzustecken.
Er habe leider nicht mehr dabei. (Zitat: Chefarzt)

Ich werde heute Abend nichts mehr essen. Das wäre wirklich zu viel des Guten und was das wiegen Morgen bringt...ich bin gespannt. Bin unentschieden, ob eine niedrigerer Zahl gut oder schlecht ist.
Aber was Morgen ist ist Morgen und heute werde ich den Abend erstmal genießen.

ich hoffe ihr auch .*

Hanna

Tiefstgewicht

37. 3
Das ist mein neues, absolutes Tiefstgewicht und ich habe keine Ahnung, wie das sein kann.
Allmählich trau ich unserer Waage nicht mehr über den Weg.
Es ist 11:30.
 Gleich werde ich mit Mama Kuchen backen, ich denke, das hier ist also nicht mein letzter Post für heute. Ich wollte nur mal mein Gewicht loswerden. Haha, lustiges Wortspiel.
Ich weiß nicht genau was ich fühlen will. Aber ich weiß, was ich fühle. Triumph.
Und ich weiß, dass das das falsch ist, so falsch. Aber ich kann nicht anders.

Wenn irgendwer dieses Gewicht wüsste, sei es meine Mutter, mein Vater, meine Ärztin oder Therapeutin... Sie würden mich wahrscheinlich sofort in ein Krankenhaus überweisen.

Ich frühstücke jetzt.
Ich habe keinen Hunger und bald gibt es wieder Mittag, aber es ist das vernünftigste...
Glaube ich.- Aber ich vertrau mir selbst nicht mehr so ganz...

Küsschen an euch!
Hanna

Samstag, 7. Juli 2012

Müder Tag

38.5.
Das war mein tag heute.
Wie kommt diese Zahl denn nun wieder zustande? ich bin vollkommen verwirrt.
Seit Tagen Essen über Essen und da steht sie wieder, diese kleine acht hinter der drei.
ich weiß nicht woran es liegt, aber es hat mir auf jeden Fall meinen Tag versüßt. auch wenn ich weiß, dass es das nicht tun sollte...
Dn ganzen Tag hat diese Zal in meinem Hinterkopf gesungen und getanzt.
Hat kleine Rosenblätter in meinem Hirn verteilt und mich auf Wolken gehen lassen (oder wie meine Mutter vermutete: Drogen)
Ich tippe einfach mal ganz stark auf Wasserverlust oder sowas, mal sehen was die Waage morgen sagt.
Wahrscheinlich sowas wie:

" Hallo Hanna. Gestern hab ich dich verarscht. Du wiegst doch ein Kilo mehr. Aber mach dir nichts draus. Du wirst eh nie schlank genug sein...!"
 
Morgen kommt mein Patenonkel zu Besuch, wir müssen noch einen Kuchen für ihn backen.
Ich weiß doch eh , dass ich ihn nicht essen werde.
Es ist Mamas berühmter Erdbeer/Vanillepudding Kuchen, den ich mal geliebt habe.

Ich hab heute drei Bücher bestellt.:



Kennt jemand von euch ines dieser Bücher? Und wenn ihr es gelesen habt, wie hat es euch gefallen?
Ihr könnt das ja einfach mal in den Kommentaren posten.
(Falls ihr euch wundert, warum ich so viele Bücher auf einmal bestelle: Ich hab beim Zimmer umräumen einen Büchergutschein gefunden, den ich vor ein paar jahren um diese Zeit bekommen habe und der bald abläuft. Da ich heute exklusiv mit dem umräumen meines Zimmers fertig geworden bin, brauch ich eine neue Beschäftigung und was ist das besser als lesen...?)

Naja, eigentlich habe ich gar nichts weltbewegendes, was ich noch schreiben könnte, es ist heute einfach nichts passiert, es war ein absoluter Gammeltag, ohne Inhalt.Wie mein Magen
Aber das ist vielleicht auch mal gut so . Also das mit dem Gammeltag, meine ich :)

Viel Spaß, bei was auch immer ihr gerade macht :*

Mitternachtspost


Zu diesem Post muss ich einfach mal sagen, dass er um fünf Minuten NACH Mitternacht abgeschickt werden sollte (ich habs versucht) zwei Sachen hab ich gelernt: Mein Internet hat begrenzten Internetzugang, und 2. klingen Posts doof, wenn man sie zu spät postet. Aber was solls :)
Denkt euch das alles einfach auf gestern um!


Hallo liebe Blogger und Bloggerinnen (oder all die anderen Leser, die dieser Post hier erreicht.)
Ich bin müde, wollte den Tag aber nicht ohne Post beenden.
Vorallem, nachdem ich einen kleinen Erfolg zu vermelden habe.
Mithilfe meiner Mutter habe ich versucht meinen Tag Essenstechnisch ein bisschen üppiger zu gestalten (seien wir ehrlich, dieses ganze: Fressanfall ausgleichen, am nächsten Tag wieder ein Fressanfall/Magenschmerzen/Schlechtes Gewissen/Depressionen...das kann doch so nicht weitergehen!)

Also sah mein Tag alles in allem heute so aus:
8:00
Morgens:
1 großes leckermäulchen Erdbeer Kirsche (220kcal) + ein Knäckebrot mit Frischkäse und Honig (120)
13:00
Mittags:
 1 PilzSuppe und ein Hipp Gläschen Karotten (25+50 kcal) zum Nachtisch ein Magermilchjoghrt mit drei Erdbeeren (55 kcal)
15:30
ZM:
 2 Mini Leckermäulchen (140 kcal)
18:30Abendbrot:
 1 Glas Milch (100 kcal) mit Instant Haferflocken (150) aufgelöst und ein Knäckebrot mt Senf und Rohkost (50)
22:00Betthupferl:
 2 Mini Leckermäulchen (140)
Was sagt ihr zu dem Tag? Ich bin ehrlich gesagt verdammt unsicher, ob das zuviel war, oder zu wenig? Oder richtig? Hab ich davon zugenommen? Oder gehalten? Oder was...?
Mein Magen drückt, mein Gewissen drückt noch mehr.
Ich fühle mich voll und energiebeladen.
Ich habe das alles nicht aus Hunger gegessen, sondern weil mein Körper es braucht und trotzdem schreit dieses Stimmchen in meinem Kopf...
Ich weiß es einfach nicht. Irgendwie bin ich stolz auf mich, aber ich habe ein dermaßen schlechtes Gewissen...
Ich habe diese Krankheit so über.

Aber ich sollte stolz auf mich sein und die düsteren Gedanken verdrängen.

Ich wünsch euch allen eine schöne und entspannte Nacht, Süße Träume und ein Lächeln auf den Lippen.

Ich hoffe ihr werdet Morgen von einem Sonnenstrahl geweckt und kommentiert meinen Post vielleicht sogar :*

Ein sattes Küsschen von Hanna!




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